Kraftwerksplanung unter Einsatz der Dynamischen Simulation

Kraftwerksplanung unter Einsatz der Dynamischen Simulation

Bei den derzeit eingesetzten Methoden zur Kraftwerksplanung wird häufig von einem völlig gleich bleibenden Dampfverbrauch des Abnehmers während des gesamten Tages- oder Stundenbetriebs ausgegangen. Bei vielen industriellen Prozessen, zum Beispiel in Zellstoff- und Papierfabriken, ist gerade das Gegenteil der Fall: Der Dampfverbrauch schwankt sehr stark, zum Beispiel durch Bahnabrisse bei großen Papiermaschinen oder beim zyklischen Betrieb von Batch-Kochern. Ebenso führen Schnellschlüsse an Turbinen und Abhitzekesseln zu starken Prozessschwankungen.

Derzeit ist es häufig noch so, dass Überwachungssysteme für Dampfnetze erst durch die versuchsweise Anwendung ("trial and error") im Rahmen der Inbetriebnahme entwickelt werden. Nicht selten dauert es nach dem Start-Up noch Monate, bis die Anlage zuverlässig und effizient läuft.

Dank Modysim™, einem von Pöyry eigens entwickelten Simulator für Dampfnetze, werden beim Engineering u.a. von KWK-Anlagen mögliche Störfälle bereits in einem sehr frühen Stadium der Konzeptentwicklung durchgetestet. Mithilfe der Simulation lassen sich folgende Faktoren sicherstellen:

  • Die Prozesskomponenten sind richtig dimensioniert.
  • Eventuell zu installierender Dampfspeicher sind korrekt ausgelegt.
  • Die der Steuerung der Dampfdrücke ist fachgerecht konfiguriert, u.a. auch in Turbinen und in Abhitzekesselanlagen.
  • Höchstmögliche Dampfverfügbarkeit wird sichergestellt.
  • KWK-Anlagen können umgehend ohne störfallbedingte Anlaufschwierigkeiten in Betrieb gehen.